Normalwerte und Unterschiede zwischen Sportlern und Untrainierten
Während der durchschnittliche Ruhepuls bei untrainierten Erwachsenen zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute liegt, erreichen gut trainierte Ausdauersportler Werte zwischen 35 und 50. Dies liegt an der verbesserten Herzleistung: Das Herz pumpt pro Schlag mehr Blut in den Körperkreislauf, wodurch es in Ruhe seltener schlagen muss. Besonders bei Sportarten wie Radfahren, Laufen oder Skilanglauf ist ein niedriger Ruhepuls typisch.
Warum ist der Ruhepuls wichtig?
Ein niedriger Ruhepuls deutet auf eine ökonomische Herzarbeit hin. Für Sportler kann er als wichtiger Parameter für die Trainingssteuerung dienen:
Messung und Interpretation
Zur Ermittlung des Ruhepulses empfiehlt es sich, ihn morgens direkt nach dem Aufwachen zu messen – idealerweise unter gleichen Bedingungen. Neben den klassischen Methoden wie der Pulsmessung am Handgelenk oder der Halsschlagader bieten moderne Sportuhren und Apps präzise Langzeitaufzeichnungen.
Wann ist ein niedriger Ruhepuls problematisch?
Ein sehr niedriger Ruhepuls (< 40 Schläge pro Minute) kann in seltenen Fällen auf Herzrhythmusstörungen oder Bradykardie hinweisen, insbesondere wenn Symptome wie Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Wer sich trotz niedrigen Pulses fit und leistungsfähig fühlt, hat in der Regel jedoch kein gesundheitliches Problem.
Zusammenfassung
Der Ruhepuls reflektiert das Training und das Wohlbefinden der Sportler, hilft bei der Regenerationsüberwachung und warnt vor möglichen Belastungsproblemen. Wer regelmäßig seinen Ruhepuls misst, kann sein Training noch gezielter steuern und langfristig von den Erkenntnissen profitieren. Ich als Trainer achte in der online Trainingssteuerung auf den Langzeitverlauf der Herzfrequenz und den Ruhepuls und passe je nachdem den Trainingsplan an.